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Die Geschichte der Fotografie
Vor 175 Jahren schlug die Geburtsstunde der Fotografie. Dem Franzosen Joseph Nicéphore Niepce gelang es am 22.
November 1826 erstmals, ein Motiv dauerhaft und lichtbeständig abzubilden. Das ist natürlich noch nicht mit unserer
modernen Technik vergleichbar. Trotzdem fand seine Pioniertat viele Nachahmer und wurde Grundlage der heutigen
Fotografie.
Wie in vielen Bereichen der Technik lässt es sich auch in der Fotografie sehr schwer
nachvollziehen, wer ihr eigentlicher Erfinder war. In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts
arbeiteten mehrere europäische Forscher gleichzeitg daran, ein „von der Sonne gezeichnetes
Bild“ einzufangen und sichtbar zu machen. Joseph Nicéphore Niepce schaffte es trotzdem als
erster, ein Abbild der Natur auf einer lichtempfindlichen Platte in der Camera Obscura
herzustellen. Es ist zwar sehr unscharf und nur vage zu erkennen, aber weltweit als erste
Fotografie anerkannt.
Probleme mit der Lichtbeständigkeit
Natürlich klappte dieser Versuch nicht von heute auf morgen. Niepce musste lange Vorarbeit
leisten, bis ihm das erste Foto glückte. Wir wollen euch erklären, wie er vorgegangen ist:
Zuerst unternahm der Franzose Versuche mit Papier, welches mit Silberchlorid lichtempfindlich
gemacht wurde. Schon 1816 gelang es ihm, auf Chlorsilberpapier Bilder in der Camera Obscura
zu machen. Die waren aber nicht lichtbeständig.
Ein Bild geht um die Welt
1826 gelang es Niepce mit diesem Verfahren ein Bild von der Aussicht seines Arbeitszimmers in
Chalon-sur-Saône anzufertigen. Dazu belichtete er das Motiv acht Stunden lang auf einer
beschichteten Zinnplatte. Das Foto war damals eine Sensation und ist bis heute erhalten
geblieben.